Asanas

Die Waage (tuladandasana)

Das Standbein wird bewusst stabil und sicher plaziert.

Dann begibt sich der Übende in die gewagte waagrechte Haltung und formt sich dabei in beide Richtungen, in die Arme und in das hoch geführte Bein. Die waagrechte Form, parallel zum Erdboden, dehnt sich weit in den Raum.

Der Nacken und auch die Schultern bleiben entspannt damit der Atem frei bleibt und in aktiver Weise durch den Körper strömt.

Unterschiedliche Gedanken / Ideen z.B. die Ausdehnung zu beiden Seiten aus der Körpermitte heraus, die Betonung des Kreuzbeins und Beindynamik mit entspanntem Oberkörper oder die bewusste Übersicht über die Haltung verändern den jeweiligen Ausdruck der Stellung.


Auch verschiedene (leichtere) Variationen sind möglich.

Der Kopfstand (Sirsasana)

Der Kopfstand betont die senkrechte Linie. Der Scheitel wird am Boden plaziert, die Hände halten den Hinterkopf stabil. Zunächst richtet man die Wirbelsäule vertikal auf, nachfolgend die Beine in die Senkrechte. Die Mitte des Kopfes trägt die Last des Körpers, der Bewegungsansatz beginnt im unteren und mittleren Rumpf, die Dynamik setzt sich sanft in Hüften und Beine fort.
Beim Kopfstand bildet die gezielte Vorstellung und Übersicht über die Haltung das Zentrum der Stellung.

Die Kopf-Knie-Stellung (Pascimottanasana)

Der Sanscritbegriff pascimottanasana beschreibt diese Yogastellung besser als der gebräuchliche Name Kopf-Knie-Stellung. Pascimottanasana bedeutet soviel wie intensive Dehnung des Rückens.
Aus der Mitte des Körpers, dem Bereich des Sonnengeflechtes dehnt sich der Übende intensiv und weit nach vorne hinaus und formt eine, in der Endstellung geschlossene, Haltung.
Der Hauptaspekt liegt auf diese Ausdehnung aus der Körpermitte heraus mit der wir, im Sinne der Übung, unsere Möglichkeiten bei der Ausführung erweitern können.
Damit ist eine Erweiterung der Möglichkeiten beschrieben und gleichzeitig ein intensives Hineingehen in die Dehnung, ein Hineingehen in den Körper.
Gleichzeitig führt die wache Übersicht und Kontrolle die ausgedehnte Form mit mit all ihren Spannungen.
Das Interessante und Wichtige an den Yogastellungen wie Heinz Grill sie u.a. in dem Buch „Die Seelendimension des Yoga“ beschreibt, die Möglichkeiten, die sich im Alltagsleben anwenden lassen.

Freie Sicht gegenüber dem Denken und den Gefühlen und dem Äußeren.

Geordneter verinnerlichter Bewegungsablauf.

Ätherempfinden des Herzens.